Service
Aktuelles
G8: „Ein Drama für die Kinder“
Besuch der SPD-Landtagsabgeordneten Andrea Ypsilanti im Werra-Meissner-Kreis
Mit viel Applaus und noch mehr Zustimmung zu ihrer Rede bedachten rund 100 SPD-Mitglieder am Donnerstag, 7. Oktober 2010, im Lossestädter Bürgerhaus ihre ehemalige Landesvorsitzende Andrea Ypsilanti. Auf Einladung der Hessisch Lichtenauer Arbeitsgemeinschaft 60 plus sowie der SPD-Unterbezirksarbeitsgemeinschaften Jusos, AsF, AfA und 60 plus sprach die Landtagsabgeordnete gut zwei Stunden lang zu den Themen „Wie geht es weiter in Land und Bund“, „Gibt es Kooperationsmöglichkeiten mit der Partei Die Linke“ und „Was hat es mit dem Institut Solidarische Moderne auf sich“. Moderiert wurde die Veranstaltung von der Hessisch Lichtenauer 60 plus-Vorsitzenden Elsbeth Schwalm.

Andrea Ypsilanti (rechts) und Elsbeth Schwalm
Vor allem mit der CDU und FDP in Land und Bund ging Andrea Ypsilanti hart ins Gericht. So unterstrich sie, dass sich in der konservativen hessischen Bildungspolitik nichts geändert habe, G8 zum Beispiel sei „immer noch ein Drama für die Kinder“. Auch die geplante Schuldenbremse der hessischen Landesregierung wurde hart kritisiert. „Ich sage nicht, dass man nicht sparen muss“, betonte Andrea Ypsilanti. Jedoch werde hier an der falschen Stelle das Geld gekürzt. Denn wenn noch weniger Geld in den öffentlichen Kassen sei, könne nicht mehr effektiv gearbeitet werden.
Zudem sei die kürzlich von der Bundesregierung beschlossene Laufzeitverlängerung für Atomkraftwerke ein Verrat an den Strukturen der ländlichen Regionen wie Nordhessen, so die Landtagsabgeordnete. Viel eher würde die Genehmigung von Solar- und Biogasanlagen dafür sorgen, dass im ländlichen Raum neue Arbeitsplätze entstehen. „Aber die Landesregierung tut nichts“, kritisierte Andrea Ypsilanti, die sich nach ihrer Rede den Fragen und Anregungen der Genossinnen und Genossen stellte – unter den Gästen waren unter anderem Dieter Mayer, Bezirksvorsitzender der Arbeitsgemeinschaft 60 plus, Hessisch Lichtenaus Bürgermeister Jürgen Herwig, Unterbezirks-Geschäftsführer Raimund Hug-Biegelmann und der 60 plus-Ehrenbezirksvorsitzende Wolfgang Blümel. In den Wortbeiträgen ging es unter anderem um das Institut Solidarische Moderne, deren Mitbegründerin Andrea Ypsilanti ist. Im Institut gehe es vor allem darum, mit Gewerkschaftern und Wissenschaftlern Zukunftsmodelle zu überlegen und Vertrauensbildung zwischen Rot-Rot-Grün zu betreiben sowie alternative Politikkonzepte zu erarbeiten.











