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AsF Werra-Meißner
Frauenhäuser bundeseinheitlich finanzieren
Am 25. November 2010 wird zum elften Mal der Internationale Tag zur Beseitigung von Gewalt gegen Frauen begangen. „Ein Tag, der auch im Jahr 2010 von großer Wichtigkeit ist – denn immer noch gibt es täglich Verbrechen wie Vergewaltigung, häusliche Gewalt, sexuellen Missbrauch oder Zwangsprostitution“, betont Nicole Demmer, Vorsitzende der Arbeitsgemeinschaft sozialdemokratischer Frauen im Unterbezirks Werra-Meißner. Laut einer Studie des Bundesministeriums für Familie, Senioren, Frauen und Jugend aus dem Jahr 2009 ist jede vierte Frau mindestens ein Mal in ihrem Leben von Gewalthandlungen betroffen.
Für viele dieser Frauen ist das Frauenhaus die rettende Zufluchtstelle, um ihrer Lage zu entkommen. Daher grenze es ans Perfide, so Nicole Demmer, wenn die schwarz-gelbe hessische Landesregierung einerseits im vergangenen Jahr ein Förderprogramm zur Gesundheitsversorgung von Gewaltopfern auflege, andererseits aber freiwillige Leistungen um 30 Prozent kürze. „Diese Sparpolitik am falschen Ende hat dazu geführt, dass zahlreiche soziale Einrichtungen wie Frauenhäuser nicht mehr effektiv arbeiten können oder ganz geschlossen werden mussten“, kritisiert die stellvertretende AsF-Unterbezirksvorsitzende Ulrike Biegelmann.
Die AsF Werra-Meißner fordert daher bundeseinheitliche Standards zur Finanzierung von Frauenhäusern. „Nur so kann sichergestellt werden, dass jede Frau ihr Menschenrecht wahrnehmen und schnell Hilfe bekommen kann, wenn sie diese benötigt“, betont Nicole Demmer. Es müsse zur Pflichtaufgabe der Bundesregierung werden, für eine einheitliche Finanzierung der Zufluchtstätten und angrenzender Beratungsangebote zu sorgen.











