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Unterbezirksparteitag in Hessisch Lichtenau stellt Weichen
für die Kommunalwahl 2011

SPD: Führende Kraft

Aufbruchstimmung und Zuversicht ein Jahr vor der Kommunalwahl bei der heimischen SPD: Unterbezirksvorsitzender Dirk Oetzel bekräftigte am Samstag beim Parteitag in Hessisch Lichtenau den Anspruch der Genossen, führende politische Kraft im Werra-Meißner-Kreis zu bleiben.

„Die SPD wird das Heft in der Hand behalten“, hob Oetzel unter dem Beifall der Delegierten hervor: „Da bin ich mir ganz sicher.“ Auch nach dem Absturz bei der Bundestagswahl gebe es keinen Grund zur Resignation.

Seit der Bundestagswahl im September habe man 32 Neueintritte verzeichnen können. Mit knapp 2200 Mitgliedern in 80 Ortsvereinen stehe man immer noch gut da. Allerdings sei die Zusammenlegung kleinerer Ortsvereine an manchen Standorten unausweichlich.

Der Parteitag - Vorstandswahlen standen nicht an - war Start in den Kommunalwahlkampf - im Oktober sollen die Listen verabschiedet werden. Und er war Anlass für eine Zwischenbilanz von Landrat Stefan Reuß und der SPD-Kreistagsfraktion.

Einmütig wurde ein Leitantrag des Unterbezirksvorstandes gebilligt, mit dem der Vorstand beauftragt wird, ein Wahlprogramm zu erarbeiten und am 2. Oktober zur Beschlussfassung vorzulegen. Titel: Gesagt - getan: Ein neues Wir-Gefühl.

Reuß wies in einer Grundsatzrede darauf hin, dass der Werra-Meißner-Kreis in den letzten vier Jahren auf vielen Feldern neue Maßstäbe gesetzt habe: Die SPD stehe für eine verlässliche soziale Politik und habe stets die Menschen im Kreis im Blick.

Im 20. Jahr der deutschen Einheit könne man feststellen, dass der Strukturwandel im Gefolge des Wegfalls der Zonenrandförderung weitgehend abgeschlossen sei. Die Ausrichtung der Wirtschaft habe sich von der Industrieproduktion zur stärkeren Entwicklung als Dienstleister geändert. Beispiel dafür sei die Tourismus-Region Werratal. Eine zunehmende Rolle spielten der Bereich Energieerzeugung aus Bio-Masse und Umwelttechnologien.

Die Zukunft der Kliniken ist sicher

Landrat Stefan Reuß

Festzuhalten bleibe aber auch, dass Jobs verloren gegangen und Menschen abgewandert seien. Der demografische Wandel treffe den Kreis besonders hart. Ziel müsse es sein, sich als familienfreundliche Region zu profilieren und die Attraktivität als Wohnstandort zu stärken. Der Werra-Meißner-Kreis empfehle sich als attraktiver Wohnstandort zwischen den Oberzentren Kassel, Göttingen und Eisenach. Bei der Kinderbetreuung sei der Kreis landesweit vorbildlich, um jeden Schulstandort werde man kämpfen.

Für die Gesundheitslandschaft Werra-Meißner sieht Reuß eine gute Zukunft: „Die Zukunft der Krankenhäuser in Eschwege und Witzenhausen ist gesichert.“ Es sei gelungen, die Kliniken aus einer schwierigen Situation heraus in die Gewinnzone zurückzuführen. Eine wohnortnahe Grundversorgung sei wichtiger Baustein eines attraktiven ländlichen Raumes.

Fazit für Reuß: „Wir können nachweisen, dass die SPD die Wahlversprechen umgesetzt und weitere Perspektiven für den Kreis geschaffen hat.“

Die SPD, dies kündigte auch ihr Vorsitzender Oetzel an, werde in den nächsten Monaten im
ganzen Kreisgebiet intensiv das Gespräch mit dem Bürger suchen und die Möglichkeiten neuer,
elektronischer Kommunikationsformen nutzen.

HNA von Werner Keller