Im Rahmen einer Feierstunde hat der SPD-Bezirk Hessen-Nord den in diesem Jahr zum zehnten Mal ausgelobten Ehrenamtspreis in der Stadthalle in Baunatal an die ausgewählten Preisträger vergeben.

Die Stellvertretende Bezirksvorsitzende Martina Werner erläuterte: “Freiwilliges und ehrenamtliches Engagement ist Ausdruck gelebter Solidarität. Durch freiwillige Arbeit in Vereinen, Organisationen und Initiativen erfahren, erlernen und praktizieren Menschen Gemeinschaftsempfinden, Fairness und Toleranz – Werte und Tugenden, die für den Zusammenhalt der Gesellschaft von zentraler Bedeutung sind.

Soziales Handeln und solidarische Mitverantwortung im alltäglich gelebten Engagement stärken nicht nur den gesellschaftlichen Zusammenhalt, sondern entsprechen auch den Idealen der SPD von Gerechtigkeit und Solidarität. Ohne Menschen, die sich ehrenamtlich engagieren, würde unsere Gesellschaft nicht funktionieren. In einer Zeit, in der immer weniger bereit sind, sich zu engagieren, verdient das besondere Anerkennung.“ Deshalb will die SPD mit dem Preis für besonders herausragendes freiwilliges Engagement das Ehrenamt würdigen und fördern.

Im zehnten Jahr der Preisvergabe war es den nordhessischen Sozialdemokraten ein Anliegen, die große Bedeutung von Klima- und Umweltschutz herauszustellen und das vielfältige ehrenamtliche Engagement unter dem Titel „Klima, Umweltschutz und Energie“ zu würdigen.

„Ein hohes Umweltbewusstsein ist nicht nur eine wichtige Voraussetzung für eine nachhaltige Lebensweise. Es ist auch ein wichtiger Treiber für eine starke Umwelt- und Klimapolitik, die die natürlichen Lebensgrundlagen angemessen schützen kann. Deshalb sollte ehrenamtliches Engagement gerade in den Bereichen Klima, Umweltschutz und Energie unterstützt und gewürdigt werden“ sagte Martina Werner.

Die ungebremste Nutzung fossiler Energieträger, weltweit gravierende Waldvernichtung für Massentierhaltung zur Befriedigung grenzenlosen Konsums in den Industrieländern haben gravierende Auswirkungen auf unsere Umwelt und unser Klima, die in vielen Teilen der Welt schon heute spürbar sind.
Deshalb ist die Bewahrung unserer Lebensgrundlagen der Sozialdemokratie, und gerade auch der nordhessischen SPD, die sich seit vielen Jahren intensiv für die Energiewende einsetzt, ein besonderes Anliegen.

„Die Energiewende“, so Werner „kann aber nur gelingen, wenn sich alle Teile der Gesellschaft am Umbau des Energiesystems beteiligen und den Umgang mit Energie neu überdenken. Gleiches gilt für den Ressourcenverbrauch in allen Bereichen des Konsums, ob Nahrung, Kleidung, Elektronik etc., wo die Produktion zumeist mit spürbaren Beeinträchtigungen und Schädigungen der Umwelt verbunden ist.
Es gibt viele ökologische Handlungsfelder, die mit dem Ziel, die natürlichen Lebensgrundlagen zu erhalten, bearbeitet werden. Global denken, lokal handeln, lautet das Motto vieler Initiativen, die sich der Nachhaltigkeit und dem Schutz von Umwelt und Klima verschrieben haben. Diese Vielfalt soll mit dem Ehrenamtspreis 2019 besonders gewürdigt werden“, unterstrich Martina Werner.

Unter dem Vorsitz der Stellvertretenden Bezirksvorsitzenden Martina Werners hat eine Jury aus einer Vielzahl von Vorschlägen neun Preisträger ausgewählt, darunter auch den Kreisverband Werra-Meißner der Schutzgemeinschaft Deutscher Wald. Martina Werner und Bezirksvorsitzender Timon Gremmels benannten die Preisträger und würdigten ihr Engagement. Anschließend stellten die Preisträger selbst ihre Arbeit vor und gaben einen kurzen Einblick in ihr vielfältiges Wirken vor Ort.

Die Schutzgemeinschaft Deutscher Wald, Kreisverband Werra-Meißner, gegründet 1974, verhinderte den Braunkohleabbau am Meißner. Dies sicherte den Lebensraum für seltene Tierarten. Seit Gründung besteht eine kontinuierliche Mitarbeit im Naturschutzbeirat des Werra-Meißner-Kreises. Seit 1991 gibt es jährliche Waldjugendspiele, 2008 nach Sturm Kyrill eine Pflanzaktion, zunächst 10.000 Bäume, weitere 3.500 sind geplant. Seit 2011 gibt es eine Baumpflanzaktion im Schulwald der Adam von Trott Schule. In Kooperation mit Hessen-Forst wird Kindern und Jugendlichen mit praktischen Waldeinsätzen, Pflegemaßnahmen, Pflanzaktionen ein unmittelbarer Zugang zur Natur eröffnet.